Mainzer Tafel muss Jahresversammlung im Mai absagen

Lebensmittelausgabe läuft trotz Corona-Beschränkungen weiter

Mit großem Bedauern muss die Mainzer TAFEL ihre Jahresvollversammlung verschieben: „In Anbetracht der derzeit noch gültigen Beschränkungen können wir den ursprünglich geplanten Termin für die Jahresversammlung am 11. Mai nicht beibehalten, obwohl wir die Veranstaltung bereits angekündigt hatten“, so Vereinsvorsitzender Dieter Hanspach. Der Vorstand hat nun die Verschiebung einstimmig beschlossen und hofft ganz bewusst auf entspanntere Tage im September des Jahres. Dank dieser Verschiebung gibt es für alle Beteiligten mehr Planungssicherheit und der Verein kann einige hundert Mitglieder vor einer ansonsten sehr kurzfristigen Terminänderung bewahren.

Trotz aller Corona-Auflagen werden bei der Mainzer TAFEL -so Vorsitzender Dieter Hanspach- sowohl das Einsammeln als auch die Ausgabe von Lebensmitteln an die Bedürftigen regulär weitergeführt:

„Seit Mai vergangenen Jahres haben wir unser Ausgabeverfahren so umgestellt, dass wir unter Beachtung der gültigen Vorschriften alle Lebensmittelmärkte anfahren und alle bedürftigen Kunden bedienen können.“ Mithilfe vorgepackter Tüten wurde der Aufenthalt der TAFEL-Kunden in der Geschäftsstelle auf eine sehr kurze Verweildauer reduziert. Gleichzeitig sorgen neu beschaffte Geräte für zusätzliche Luftreinigung in den Geschäftsräumen. Alle ehrenamtlich Aktiven arbeiten mit Maske und Desinfektionsmittel und seit geraumer Zeit gibt es für jeden Ehrenamtler im Rahmen seiner Tätigkeit einen zusätzlichen Corona-Schnelltest. Zudem haben bereits viele der TAFEL-Aktiven aufgrund ihrer Altersstruktur erfreulicherweise auch schon einen Corona-Impftermin wahrnehmen können.

„Unser Vorstand und unsere Ehrenamtlichen sind sehr stolz darauf, dass wir seit Mai 2020 unseren freiwilligen und ehrenamtlichen Dienst dank des geänderten Konzeptes ohne jede Corona-bedingte Unterbrechung leisten konnten und dabei auch an keiner Stelle zum Infektionsgeschehen beigetragen haben“, freut sich der Vorsitzende, Dieter Hanspach.

Anerkennung für die TAFEL in schwierigen Zeiten

Die Vorweihnachtszeit lädt in diesem Jahr ganz besonders dazu ein, innezuhalten und sich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Deshalb hatte sich das Mainzer Software- und Beratungs-Unternehmen hidden professionals GmbH entschlossen, die Arbeit der Mainzer TAFEL e.V. mit einer Spende in Höhe von 1.500 Euro zu unterstützen.

“Gerade in den Corona-Zeiten müssen wir bei der Lebensmittelausgabe aus gesundheitlichen Gründen erhöhten Aufwand betreiben. Die aktuellen Bedingungen erfordern beispielsweise zusätzlich die Beschaffung von separaten Tüten oder zwingendem Desinfektionsschutz bei der  Warenausgabe, den wir selbst finanzieren müssen“ erläuterte die stellvertretende Vorsitzende der Mainzer TAFEL, Gisela Schmitz-Rother.   Insoweit sei der Vorstand des Vereins mehr als dankbar für finanzielle Entlastung, ohne die beispielsweise die Einhaltung solche aktuellen Sonderauflagen kaum möglich wäre.

Für das Team des Mainzer Software und Beratungs-Unternehmens hidden professionals GmbH ist die Unterstützung der TAFEL-Idee und der sozialen Arbeit, die täglich in Mainz geleistet wird, ein wichtiges Anliegen „Durch unsere Spende an die TAFEL Mainz e.V. möchten wir in diesem Jahr denjenigen unter die Arme greifen, die gerade jetzt Unterstützung dringend benötigen“, sagt Geschäftsführer Christian Hake und betont: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit“.

hidden professionals

Christian Hake und Lisa Montigny (hidden professionals) übergeben den Scheck  an Vorstandsmitglied Gisela Schmitz-Rother (Mitte)  von der Mainzer TAFEL e.V.
(Foto © hidden professionals)

Vorweihnachtliche Freude bei der  Mainzer Tafel

Alle Lebensmittel, die von Ehrenamtlichen tagtäglich eingesammelt werden, kommen zur Vorsortierung und Ausgabe an Bedürftige immer in die Zentrale der Mainzer TAFEL. Die Räumlichkeiten, in denen die Lebensmittel vor jeder Ausgabe vorsortiert werden und auch der kleine Bürobereich, waren über viele Jahre mehr als nur behelfsmäßig ausgestattet.  Dieter Hanspach, der Vorsitzende des Vereins Mainzer TAFEL e.V. hatte sich deshalb gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen in den vergangenen Monaten Gedanken darüber gemacht, was im Bereich der Möblierung dringend erneuert werden muss, damit die Rahmenbedingungen für die tägliche Arbeit besser werden.

Bei der Präsentation der neuen Möblierung bedankte sich Vorstandsmitglied Udo de Wall in Vertretung für den aktuell verhinderten Vorsitzenden des Vereins Mainzer TAFEL e.V.: „Es ist in unseren Tagen nicht selbstverständlich, auch bei größeren Geschäften kurzfristig Unterstützung für die TAFEL-Idee zu finden. Umso erfreuter waren wir, dass das Möbelhaus Martin mit seiner Hilfe und seiner Unterstützung dazu beiträgt, dass viele Bedürftige in Mainz auch weiterhin von der ergänzenden Lebensmittelversorgung profitieren können.“

Für Peter Metzger, Geschäftsleiter der Mainzer Niederlassung von Möbel Martin, ist dieser zusätzliche Einsatz eine Selbstverständlichkeit: „Wir engagieren uns als Firma, die in Mainz ansässig ist, selbstverständlich im Rahmen unserer Möglichkeiten, zumal sich das aktuelle Problem für uns als Möbelausstatter angeboten hat. Die Tafel hat sich mit ihren finanziellen Möglichkeiten beteiligt; wir haben den fehlenden Betrag und den Aufbau übernommen. “

Mit dieser Neumöblierung erleichtern sich auch die Arbeitsbedingungen für die vielen ehrenamtlichen Helfern der Mainzer TAFEL, so Udo de Wall: „Wir verfügen jetzt über einen knapp acht Meter langen, ‘schlank möblierten‘ Eingangsbereich, der viel Stauraum für Material und gleichzeitig noch Platz für die Mäntel/Garderobe der Mitarbeiter bietet bzw. mit den Transportwagen gut angefahren werden kann. Zeitgleich wurde auch die Bürozone in einen funktional gut nutzbaren Raum verwandelt, der dank der neuen Möblierung auch mehr Platz schafft und aufgelockerter wirkt.“

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Peter Metzger von Möbel Martin und Udo de Wall von der Mainzer Tafel bei der Übergabe
Foto © Alfred Preuhsler

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Große Reinigung der neuen Schrank-Wand: Vorstandsmitglieder bei der Arbeit
Foto © Alfred Preuhsler

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Probesitzen und -arbeiten im neu möblierten TAFEL-Büro
Foto © Alfred Preuhsler